Letmather TV 1 – TV Verl 1 2:6
LTV 1, v.l.n.r.: hinten: Stefan Wilke, Marlene Hoffmann, Tobi Schulz, Trainer Stuart Whittington. Mitte: Jessica Herrde, Frederik Remmert, Tobi Dieterich. Vorne: Christian Bannenberg.
Vor heimischer Kulisse und jeder Menge Support riss leider die Siegesserie der Ersten am Samstag gegen stark aufspielende Gegner aus Verl. Zu allem Überfluss konnten gleich zwei Stammkräfte nicht antreten: Tobi Dieterich fiel krankheitsbedingt aus und Stefan Wilke brach sich wenige Tage vor dem Spiel den Zeh, sodass die Saison bedauernswerterweise für ihn schon vorbei ist, was ein großes Loch in die Mannschaft reißt.
Schulz und Remmert verspielten den ersten Satz mit zu vielen eigenen Fehlern, die sie durch Umstellung im zweiten Satz dann aber wieder rausreißen konnten und sich in den Entscheidungssatz retteten. Dort konnten sie dann ihr gewohnt hohes Niveau wieder vollends abrufen: das Match war nun wieder durch die bekannte Schnelligkeit und den aggressiven Angriff gezeichnet, an dem sich in der Landesliga schon so einige starke Herren die Zähne ausgebissen haben.
Das zweite Herrendoppel war heute ein Debüt: Robert Rösner, vergangene Woche noch in der Kreisliga am Start, spielte erstmals zusammen mit Christian Bannenberg. Den ersten Satz konnten sie auch prompt für sich entscheiden: ein sich zäh entwickelndes Spiel verwandelte sich nach einiger Zeit zu einem Duell auf Augenhöhe, in dem sich die Letmather knapp durchsetzen konnten. Im Anschluss fanden leider die Gegner den richtigen Ansatzpunkt, um unser Doppel unter Druck zu setzen und konnten sich so in die Entscheidung spielen, wo die Letmather erneut knapp trotz starkem Kampf unterlagen.
Das dritte von insgesamt vier Dreisatzspielen machten heute – wie könnte es anders sein – Hoffmann und Herrde im Damendoppel. Mit dem Heimvorteil auf ihrer Seite konnten sie sich im ersten Satz gegen die leicht favorisierten Verlerinnen durchsetzen. Anschließend konnten diese aber ähnlich wie vorher schon die Männer ihr Spiel umstellen und sich an die Letmatherinnen anpassen, sodass sie die letzten zwei Sätze trotz starker Gegenwehr für sich entschieden.
Tobi Schulz war heute im Einzel nicht nach drei Sätzen – und auch nicht nach verlieren. Dies machte er nach kurzer Zeit durch seine Leistung auch gleich klar. Die kleinen Unsicherheiten aus den letzten Spielen legte er vollständig ab und ließ einmal mehr seine Qualitäten durchscheinen. Auch die überlegene Athletik seines Gegners behinderte Tobi nicht in seinem Spiel: mit einer stoischen Ruhe und Präzision ließ er seinem Kontrahenten nicht viel Angriffsfläche und setzte sich glatt in zwei Sätzen durch.
Im zweiten Einzel hatte Remmert heute sicher einen der stärksten Herren an dieser Position zu knacken. Im Hinspiel noch an erster Stelle gesetzt stellte der auch schnell seine Stärke unter Beweis. Remmert konnte zwar gut mit ihm mithalten und ihn seinerseits stark in Bedrängnis bringen, doch die allerletzte Konsequenz fehlte leider heute. Nach einem knappen ersten Satz sah es dann lange nach Entscheidungssatz aus, jedoch konnte sich der Verler trotz Remmert’s hochklassigem Spiel in der Verlängerung hauchdünn durchsetzen.
Neuzugang Robert Rösner durfte nun im dritten Einzel ran. Bei seinem Einstand in dieser Landesliga-Saison stellte er direkt sein Potenzial unter Beweis und lieferte sich einen ausgeglichenen Kampf mit seinem Gegner. Das Spiel zeichnete sich durch lange und intensive Ballwechsel aus, bei denen am Ende leider der Verler das glücklichere Momentum auf seiner Seite hatte. Im zweiten Satz konnte dieser dann noch einen Gang hochschalten, wogegen sich Robert auch lange stark zur Wehr setzen konnte. Für den durchaus verdienten Punkt reichte es heute leider noch nicht.
Im Dameneinzel ging erstmals Anna-Lena Rösner für den LTV an den Start. Sie hatte mit ihrer Gegnerin leider auch gleich eine der stärksten Damen der Liga zu knacken. Anna-Lena konnte einige gute Akzente setzen, doch unglücklicherweise mischten sich im zweiten Satz plötzlich Kreislaufprobleme ein, die unseren Neuzugang zur Aufgabe zwangen.
Die Niederlage war bereits besiegelt, als Herrde und Bannenberg im Mixed starteten. Im ersten Satz konnten sie gleich überzeugen und das Spiel über weite Strecken dominieren. Doch auch hier hatten die Verler im zweiten Satz die richtigen Antworten parat und setzten sich ebenso klar wie vorher die Letmather durch. Der Entscheidungssatz wurde dann noch einmal spannend, jedoch hatten hier die Gäste wieder die stärkeren Nerven und machten den 6. Punkt des Tages klar.
Die letzten beiden Saisonspiele gegen Lünen und Sendenhorst stellen die Letmather aufgrund des Ausfalls von Wilke nun noch einmal vor eine letzte große Zerreißprobe. Zum sicheren Klassenerhalt würde ein weiterer Punkt dem LTV wirklich guttun.